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Was ist Ju-Jutsu?
Herkunft
Das moderne Ju-Jutsu entstand in den 60er Jahren. Unter der Leitung von Franz-Josef Grensch und Werner Heim wurde aus Judo, Jiu-Jutsu, Karate und Aikido ein neues effektives Selbstverteidigungssystem geschaffen. Es enthält Techniken aus all diesen Sportarten und umfaßt damit praktisch alles, was man an Techniken in der Selbstverteidigung einsetzen kann. 1969 wurde Ju-Jutsu offiziell eingeführt. Seither gehört Ju-Jutsu zum Ausbildungsprogramm bei Polizei und Bundesgrenzschutz. Die deutschen Ju-Jutsuka sind im "Deutschen Ju-Jutsu-Verband e.V." (DJJV) mit Sitz in Mainz organisiert.
Bedeutung und Prinzipien
"Ju" bedeutet nachgeben;"Jutsu" bedeutet Kunst. Ju-Jutsu ist also die "sanfte Kunst". D.h. das Ziel beim Ju-Jutsu ist es nicht den Gegner K.O. zu schlagen, zu quälen oder gar zu töten, sondern ihn zu besiegen, ohne das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu verletzten. Dazu legt man sich beim Ju-Jutsu nicht auf eine Technikgruppe (Schläge, Würfe, Hebel...) fest sondern versucht durch ein möglichst vielseitiges Programm für jede Situation angemessene Techniken zu erlernen. Dabei gilt stets das "ökonomische Prinzip", nämlich mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.
Wettkampf
Im Ju-Jutsu kennt man drei verschiedene Varianten:
1.Der klassischen Wettkampf: Es wird mit Schutzausrüstung gekämpft. Nur ein Teil der Ju-Jutsu-Techniken ist erlaubt.
2.Der Duo-Wettkampf: Bestimmte Angriffs- und Abwehrhandlungen werden von zwei Sportlern möglichst perfekt vorgeführt.
3.Der Formenwettkampf: Eine Vorführung von Einzelpersonen oder Gruppen mit Technik, Show und Spezialeffekten.
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